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27.06.2019 Alum Cave Trail – Mt. Le Conte – Bullhead Trail (TN, Sevier Co.)

Walker Camp Prong – Alum Cave – Cliff Top (Mt. Le Conte) – Myrtle Point (Mt. Le Conte) – Bullhead Trail – Cherokee Orchard (22km, 1060m Steigung, 1430m Gefälle)

Dies war meine zweite Tour auf den Mt. Le Conte. Ich machte sie absichtlich eine Woche später als meine erste drei Jahre zuvor, um im Gipfelbereich die riesigen Teppiche von R. smokianum in voller Blüte zu erleben. Bei meiner ersten Tour waren da oben die meisten Pflanzen noch in Knospe gewesen. Wie sich leider aber herausstellte, sah ich diesmal fast überhaupt keine Blüten, da alle Knospen etwa ein bis zwei Wochen zuvor einem späten Frost zum Opfer gefallen waren. Was für eine Enttäuschung! Trotzdem war es eine interessante Tour.

Ich nahm den Alum Cave Trail, der den schnellsten Zugang zum Mt. Le Conte bietet, aber auch die steilste Option ist. Tief aus dem Tal des Walker Camp Prong steigt er in vielen Windungen empor. Anfangs wurde er noch von so manchem R. maximum gesäumt, doch nach kurzer Zeit, nachdem ich das Tal verlassen hatte und die Flanken des Peregrine Peak zur Alum Cave aufzusteigen begann, änderte sich die Vegatation. Der Wald wurde lichter, Felsen traten zu Tage und die Bäume machten immer wieder einer gemischten Ericaceenlanschaft Platz. R. maximum gab es hier nur noch selten, dafür sah ich R. catawbiense, R. smokianum, Kalmia latifolia und auch immer mal wieder Kalmia buxifolia sowie diverse Heidelbeeren.

Vom Cliff Top und vom Myrtle Point aus war die Aussicht wegen des klaren Wetters diesmal fantastisch. Zum Glück hatte der Frost nur die sich entwickelnden Blüten und nicht auch noch die jungen Triebe von R. smokianum geschädigt.

Über den Bullhead Trail stieg ich wieder ab. Leider lagen weite Strecken des Weges in der ehemaligen Brandzone von 2016, so dass da nicht viel zu sehen war. Interessant wurde es aber nochmal in tieferen Lagen kurz vor Erreichen des Cherokee Orchard, denn hier konnte ich zahlreiche Azaleen entlang des Weges entdecken. Leider waren alle ohne Blüten, da auch sie sich nach dem Feuer erst noch regenerieren mussten. Viele machten Ausläufer. Ich vermutete, dass es sich um R. calendulaceum oder R. cumberlandense handeln könnte und nahm zwei Proben zu Ploidiebestimmung mit. Wie erstaunt war ich, dass sich später die eine als diploid (R. cumberlandense) und die andere als tetraploid (R. calendulaceum) erwies.

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