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Rhododendron chapmanii

R. chapmanii in Kultur (1128).

R. chapmanii ist nur aus Florida bekannt. Es gedeiht an drei isolierten Fundorten. Einer liegt direkt am Golf von Mexiko bei Port St. Joe (Gulf County). Die zweite und größte Fundgegend liegt etwas weiter nördlich im Grenzbereich von Gadsden und Liberty County. Der Fundort mit der kleinsten Fläche liegt ganz im Westen Floridas im Clay County. Es könnte sein, dass die Art noch in weiteren Counties zu finden ist, es scheint wohl Herbarbelege auch aus den Leon, Calhoun und Franklin Counties zu geben.

Die Fundorte der Art sind sandig-heiß und mit Saw Palmettos (Serenoa repens) und zum Teil mit Longleaf Pines (Pinus palustris) bestanden. Wenn man in einem derartigen Habitat steht, dann kann man zunächst gar nicht glauben, dass in solch einem Klima überhaupt ein Rhododendron existieren kann. Die Pflanzen wachsen auf Sandflächen und ehemaligen Sanddünen meist nur dort, wo auch die etwa 1-2m hoch werdenden, über den Boden kriechenden Sägepalmen zu finden sind. Die alten, auf dem sandigen Untergrund liegenden Palmwedel, deren Stiele mit vielen kleinen stachelartigen Zähnen besetzt sind, verrotten nur langsam und bilden dichte Matten organischer Substanz aus, in denen R. chapmanii gedeiht. Immer wieder werden seine tieferen Zweige von langsam an den Palmen nach außen wandernden Wedeln, die auch noch abgestorben an der Pflanze verbleiben, nach unten gedrückt, wo sie sich dann irgendwann in der organischen Substanz bewurzeln und auf diese Weise im Laufe von vielen Jahrzehnten größere monoklonale Kolonien bilden können. R. chapmanii bleibt zwar mit nur 1-2m Höhe kleiner als R. minus oder R. carolinianum, seine Triebe sind jedoch im Vergleich mit den anderen beiden Arten viel steifer und aufrechter, offenbar eine Anpassung, um sich überhaupt zwischen den Sägepalmen behaupten und seine Blüten den Bestäubern offen und weithin sichtbar präsentieren zu können. Das Offenhalten des natürlichen Habitats von R. chapmanii ist von gelegentlichen Buschfeuern abhängig. Ferner scheinen die Keimlinge der Art vermutlich nur nach solchen Feuern überleben zu können, da nur dann genug offene Flächen ohne Konkurrenz für die kleinen Sämlinge vorhanden sind.

Die am Standort oft recht kahlen Pflanzen haben im Gegensatz zu R. minus, R. carolinianum und R. smokianum kleinere Blätter mit stark nach unten gekrümmten Rändern und einer deutlichen Nervatur. Im Schatten zeigen sich die Blätter jedoch auch glatt. Die von Februar bis in die zweite Aprilhälfte, bevor der Neuaustrieb vorhanden oder voll entwickelt ist, erscheinenden, mehr oder weniger weißen, rosa oder magenta Blüten sind meist deutlich rot oder gelborange gefleckt und haben eine Röhre, die in etwa der Röhrenlänge der südlichen R. minus – Populationen in Georgia entspricht. Höhepunkt der Blüte ist etwa Ende März, Anfang April.

Die Erstbeschreibung von R. punctatum var. chapmanii wurde 1870 von Wood veröffentlicht. Der Name ehrt den Arzt und Botaniker Alvan Wentworth Chapman aus Florida. Gray hat das Taxon dann 1876 zu R. chapmanii umkombiniert.

R. chapmanii in Kultur (1128).

Literatur:

Hunter, C. (1991): Rhododendron chapmanii: An American Survivor. – J. Amer. Rho. Soc. 45 (3): XXX–XXX

Miller, R. (2013): Stalking the Wild Lepidote: Rhododendron minus Reconsidered. – J. Amer. Rho. Soc. 67 (2): 63-68, 78–83

Simons, R. (1984): The Native Habitat of Chapman’s Rhododendron. – J. Amer. Rho. Soc. 38 (2): XXX–XXX

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